We.Inform — Welcome Information for Refugees and Immigrants

Das Projekt We.Inform. wurde 2015 von Student*innen und Alumni der Bucerius Law School und Geflüchteten gegründet. Damals war das Projektziel so viele Menschen wie möglich, die auf der Flucht vor Krieg und Missständen in Hamburg ankommen, mit Informationen rund um das Leben in Hamburg und das vielseitige Angebot an Initiativen für Geflüchtete in der Hansestadt zu versorgen. Dabei ging es vor allem um Fragen wie «Wie stelle ich meinen Asylantrag?“ „Wo kann ich Deutsch lernen?“ „Was passiert, wenn ich krank werde?» Die gut aufgearbeiteten Antworten auf Fragen wie diese, wurden dann über einer Kombination aus Online-Information durch unsere Website und persönlicher Informationsvermittlung durch eigens geschulte, freiwillige Informationguides in den Unterkünften weitergegeben. Zudem wurden alle Themen auf 6 verschiedene Sprachen übersetzt, sodass Geflüchtete, die Informationen umgehend nach ihrer Ankunft in Hamburg, auch ohne Deutschkenntnisse, verwerten konnten. Alle 15 Themenflyer wurden auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi, Tigrinya und Zentral-Kurdisch übersetzt. Im Sommer 2018 wurde die Sprachauswahl um die Sprachen Russisch und Kurmandschi (Kurdisch) erweitert. Auf diesen Wegen konnten wir mehrsprachig, flächendeckend und niedrigschwellig über Themen wie Asyl, Sprachkurse, Arbeit und Bildung, Gesundheit oder Freizeitangebote informieren. Bis 2018 stand das Projekt zudem unter der Schirmherrschaft der Hamburger Sozialsenatorin Frau Dr. Melanie Leonhard.

Nach einer umfassenden Evaluation auf unterschiedlichen Ebenen, wurde klar, dass We.Inform. zwar bereits einen maßgeblichen Teil zur Erstorientierung angekommener Flüchtlinge beitragen konnte, sich die Situation in Hamburg aber über die Jahre verändert hat. So werden Basisinformationen und Verweisinformationen zu Behördenstellen nur noch von wenigen neu angekommenen Menschen benötigt und die Arbeit von We.Inform in ihrer ursprünglichen Form zunehmend hinfällig. So wurde eine Neustrukturierung des Projekts angestoßen, um als weiterhin an die Bedarfe Geflüchteter angepasst zu bleiben und genau da unterstützen zu können, wo die Hilfe gebraucht wird.

So wird We.Inform zu einem Projekt weiterentwickelt, das sich die Ermächtigung (Empowerment) von Menschen, die wenig oder keinen Zugang zu bestimmten komplexen Themengebieten haben, zum Ziel setzt. Derzeit werden in verschiedenen Task Forces Vortrag- und Workshopformate zu den Themen Aufenthaltsecht und Arbeit ausgearbeitet, die zunächst in Flüchtlingsunterkünften gehalten werden sollen. So soll Geflüchteten ein umfangreiches tiefgehendes Wissen für diese Bereiche vermittelt werden und damit selbstbestimmtes handeln aller derzeit in Deutschland lebenden Menschen fördern.

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